Unraid
Envoryx ist mit Blick auf Unraid entstanden, und dort kommt es als ganz normales Docker-Template. Die Community Applications brauchst du dafür nicht.
Das Template installieren
Abschnitt betitelt „Das Template installieren“Sorg zuerst dafür, dass es eine Freigabe development gibt - dort landen später deine Projekte.
Leg sie an, falls sie fehlt.
Dann kopierst du das Template einmal auf den USB-Stick, im Unraid-Terminal oder per SSH:
wget -O /boot/config/plugins/dockerMan/templates-user/my-Envoryx.xml \ https://raw.githubusercontent.com/envoryx/envoryx/main/deploy/unraid/envoryx.xmlJetzt auf Docker → Add Container, unter User templates Envoryx auswählen und Apply
klicken. Ports, /config, /projects, der Docker-Socket und PUID/PGID sind schon
ausgefüllt. Öffne http://<unraid-ip>:8787, leg dein Admin-Konto an - fertig.
Willst du keine Dateien herumkopieren, trag stattdessen https://github.com/envoryx/envoryx unter
Docker → Add Container → Template repositories ein. Unraid liest das Template dann direkt aus
dem Repository.
Updates
Abschnitt betitelt „Updates“Docker → Check for Updates → Apply holt das neue Image und behält deine Einstellungen. Ein neues Template brauchst du dafür nicht. Anfassen musst du es nur, wenn ein Release eine Variable oder einen Pfad im Template ergänzt - die trägst du dann auf der Bearbeitungsseite des Containers von Hand nach.
Von Hand einrichten
Abschnitt betitelt „Von Hand einrichten“Du kannst das Template auch weglassen und Docker → Add Container selbst ausfüllen:
| Einstellung | Wert |
|---|---|
| Repository | ghcr.io/envoryx/envoryx:latest |
| Netzwerktyp | bridge |
| Port | 8787 → 8787 |
| Port | 80 → 80 und 443 → 443 (Proxy; optional, andere Host-Ports gehen auch) |
| Port | 2222 → 2222 (SSH für IDEs; optional) |
Pfad /config |
/mnt/cache/appdata/envoryx |
Pfad /projects |
/mnt/user/development |
Pfad /backups |
optional, z. B. /mnt/user/backups/envoryx |
Pfad /var/run/docker.sock |
/var/run/docker.sock |
Variable PUID |
99 |
Variable PGID |
100 |
Die Projekt-Ports (standardmäßig 20000-20999) veröffentlichen die Projekt-Container selbst, mehr musst du nicht mappen.
Ein paar Unraid-Eigenheiten
Abschnitt betitelt „Ein paar Unraid-Eigenheiten“Wo /config hingehört. In /config liegt eine SQLite-Datenbank. /mnt/user/appdata/envoryx
funktioniert, läuft aber über FUSE, und Envoryx weist dich mit einer Warnung darauf hin. Der
Pool-Pfad (/mnt/cache/appdata/envoryx, oder wie dein Pool heißt) ist die sicherere Wahl. Ab
Unraid 6.12 kannst du alternativ Exclusive access für die Freigabe appdata einschalten.
Wem die Dateien gehören. Alles, was in deinen Projekten entsteht, gehört PUID:PGID - unter
Unraid also nobody:users (99:100). Genau deshalb kannst du die Dateien per SMB bearbeiten.
Ein voller Docker-Tab. Jedes Projekt bringt mehrere Container namens envoryx-<projekt>-… mit.
Um die kümmert sich Envoryx, lass sie am besten in Ruhe. Wird dir die Liste zu lang, sammelt das
Plugin FolderView3 sie ein: Leg dort einen Ordner mit
der Regex ^envoryx- an, oder trag in Envoryx unter Einstellungen → Allgemein →
Unraid-Docker-Seite einen Ordnernamen ein und leg in FolderView3 einen Ordner mit genau diesem
Namen an.
Der Stopp-Timeout. Unraid hat einen Docker-Stopp-Timeout für alle Container (Settings → Docker, standardmäßig 10 Sekunden). Soll ein laufendes Backup oder ein Image-Download fertig werden können, wenn Envoryx stoppt, erhöh diesen Timeout zusammen mit Shutdown grace im Template.
Domains und HTTPS. Willst du deine Projekte als https://shop.test erreichen, mappst du die
Proxy-Ports 80/443 (Bridge-Netzwerk) oder gibst dem Container eine eigene IP auf br0. Wie das
geht, steht unter Domains und HTTPS.